Herzlich Willkommen bei der Musikkapelle Kimratshofen im Oberallgäu!
Mitglied im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (Bezirk 1)                   Träger der Pro-Musica-Plakette seit 1973

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Chronik der Musikkapelle Kimratshofen

Der Nachweis für das Bestehen der Musikkapelle Kimratshofen konnte dem Pfarrarchiv der Pfarrei Kimratshofen einwandfrei entnommen werden. Denn bereits im Jahre 1800 wurde das Vorhandensein von Musikinstrumenten und Musikern erwähnt.   (Erste Erwähnung)

Verfolgt man die alten Schriftstücke weiter, so ist in einem Gemeindeverwaltungsbeschluss unterm 11. Januar 1862 folgendes verzeichnet:
"Die Musiker, diesseitiger Gemeinde stellen an die Gemeindeverwaltung das Ansuchen, ihnen aus Gemeindemitteln zur Anschaffung von
Musikalien und Instrumenten einen Beitrag zu leisten. Die Gemeindeverwaltung hat nun heute einstimmig den Beschluss gefasst,  denselben
30 fl - dreißig - aus der Gemeindekasse zu überlassen und wurde Gemeindepfleger Kutter zu dieser Zahlung angewiesen, mit dem Bedeuten, dass die Verwendung zu fraglichem Zwecke seinerzeit nachzuweisen sei."


Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1875

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1904

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1927

Schon im Jahre 1872 schaffte sich die Musikgesellschaft eine Fahne an, damals fungierten als erste Fahnenträger Friedrich Schick und Johann Moser, beide aus Oberhofen.

Nach dem der erste Dirigent Franz Xaver Steinhauser starb, übernahmen Karl Konrad und ab 1912 Alois Gromer, Hettisried, dieses Amt.

Als im Sommer 1925 die Kapelle sich auflöste, rief die Gemeinde schon im November desselben Jahres zur Neugründung und somit zur Fortsetzung alter Traditionen auf. Unter Leitung des Lehrers Max Mayer, der von der reinen Blechbesetzung auf Harmoniemusik umgestellt hatte, konnte die 25 Mann starke Kapelle schon Ende 1926 an die Öffentlichkeit treten. Als Dirigent Mayer 1934 als Lehrer nach Thannhausen versetzt wurde, übernahm sein Bruder Anton Mayer (später Präsident des Allgäu- Schwäbischen-Musikbundes) den Dirigentenstab. Laut Protokollbuch v. 25. Juli 1934 steht eine Vereinsgründung, bei der Engelbert Brechter als 1. Vorstand hervorgeht. Nach dem 2. Weltkrieg baute im Jahre 1946 Engelbert Brechter, der schon 1938 einen Dirigentenkurs absolvierte, die Kapelle neu auf. Die Vorstandschaft übernahm Anton Hengeler. Wie erfolgreich Dirigent Brechter war, zeigten die Wertungsspiele in Leutkirch und Kimratshofen, bei der die Kapelle in der Oberstufe jeweils die Note "sehr gut" erhielt.

Der grösste Triumph wurde das Wertungspiel 1952 in Buxheim, bei dem sich Dirigent Brechter an das Meisterwerk von
J. Offenbach heranwagte und mit diesem Stück "Orpheus in der Unterwelt" die Note "vorzüglich" erhielt.

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1963

In dieser Zeit wurde die Kapelle weit über die eigene Heimat hinaus bekannt. Am 16. und 17. Juli 1965 wurde dann das vierte Bezirksmusikfest, verbunden mit dem 100 jährigen Jubiläum der Kapelle durchgeführt.

Im Jahre 1967 übergab Dirigent Engelbert Brechter den Taktstock in die Hände von Josef Mangold, der einen Dirigentenkurs mit Erfolg abschliessen konnte. In Würdigung seiner grossen Verdienste um den Wiederaufbau der Kimratshofener Musikkapelle, und seiner 42-jährigen Musikertätigkeit, wurde Engelbert Brechter zum Ehrendirigenten ernannt.

Mit dem Rücktritt von Engelbert Brechter, schieden auch viele Altmusikanten aus der Kapelle aus. Der neue Dirigent Josef Mangold stand vor einer schwierigen Aufgabe. Aber es zeigte sich bald, dass seine Arbeit im Jahre 1963, bei dem er
9 Jungmusikanten ausbildete, schon reife Früchte getragen hatte. Denn schon im Jahre 1968 beim Bezirksmusikfest in Altusried, erreichte Josef Mangold in der Mittelstufe einen 1. Rang mit Auszeichnung. Bei den Wertungsspielen in Weitnau und Probstried erzielte die Kapelle wiederum in der Mittelstufe zwei erste Ränge mit Auszeichnung.

In einer Feierstunde des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes am 6. März 1973 im Hofgarten in Immenstadt, konnten Vorstand Ludwig Schugg und Dirigent Josef Mangold die begehrte »Pro-Musica-Plakette« aus der Hand des Staatssekretärs Lauterbach in Empfang nehmen. Am 4. August 1974 stellte sich die Kapelle bei einem Kirchzug in ihrer neuen Tracht vor. Beim anschließenden Frühschoppenkonzert im Gasthof zur »Post« bedankte sich Vorstand Ludwig Schugg bei der Marktgemeinde Altusried, sowie bei allen Spendern aus der Bevölkerung für die finanzielle Unterstützung.

Auf der Generalversammlung am 5. Januar 1975 wurden unsere Altmusikanten zu Ehrenmitgliedern ernannt. Jedes Ehrenmitglied erhielt eine Ehrentafel, auf der unter anderem die aktiven Jahre ihrer Musikerlaufbahn beurkundet sind. Im Jahre 1977 gab Josef Mangold seinen Rücktritt als Dirigent bekannt, blieb aber der Kapelle als aktiver Musiker erhalten. Wie glücklich konnte sich die Kapelle schätzen, als Hermann Koch, der viele Jahre sein Können mit der l. Trompete unter Beweis stellte, sich bereiterklärte, das Dirigentenamt zu übernehmen. Nach einem mit großem Erfolg abgeschlossenen Hauptdirigentenkurs, verstand er es, die 30 Mann starke Kapelle in kurzer Zeit zu begeistern. Sein Repertoire reicht, angefangen von der Stimmungsmusik, modernen Rhythmen, bis hin zur schweren konzertanten Musik. Hervorragende Ergebnisse bei verschiedenen Wertungsspielen in der Oberstufe sind Beweis seiner guten Stabführung.

            Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1977

Ein langersehnter Wunsch ging 1979 mit dem neugeschaffenen Musikheim in Erfüllung. Im Dachgeschoß des neu erbauten Schulgebäudes entstand die Möglichkeit, ein Musikheim zu errichten. In ca. 700 freiwilligen Arbeitsstunden schufen Musiker und Sänger einen gemütlichen Proberaum, einen Vorraum und zwei Abstellräume.

Ein großes Fest war die Weihe der neuen Fahne vom 25. bis 27. Juni 1982, verbunden mit dem 120-jährigen Bestehen der Musikkapelle Kimratshofen. Anläßlich eines Frühjahrskonzertes 1984 in Altusried wurde Ludwig Schugg aufgrund seiner großen Leistungen und Verdienste um die Blasmusik in Kimratshofen zum Ehrenvorstand ernannt. In seiner nun 13-jährigen Tätigkeit als Dirigent, die von sehr großem Erfolg gezeichnet war, legte Hermann Koch großes Augenmerk auf die Ausbildung junger Musikanten. Im Laufe dieser Zeit wurden 25 Jungmusikanten in die Kapelle aufgenommen, von denen Dirigent Koch 9 selbst ausbildete.

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 1982

Im März 1990 konnte anläßlich eines Frühjahrskonzertes die neue Tracht vorgestellt werden. Diese Anschaffung wäre ohne Mithilfe der Gemeinde, sowie durch die großzügigen Spenden der Bevölkerung nicht möglich gewesen.

Am 12.07.-15.07.1990 wurde anläßlich der 190-Jahr-Feier der Kapelle das 19. Bezirksmusikfest durchgeführt. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte stand der kleine Ort Kimratshofen 4 Tage im Mittelpunkt der Blasmusik.

Im Jahr 1999 konnte das sich im Dachgeschoß befindende Musikheim in das Erdgeschoß verlegt werden. Das ehemalige Schulzimmer wurde in ca. 700 Arbeitsstunden der Musikerinnen, Musikern und Sängern umgebaut.

In seiner 24-jährigen Tätigkeit als Dirigent, die von sehr großem Erfolg gekennzeichnet war, legte Hermann Koch großes Augenmerk auf die Jugendausbildung. In dieser Zeit wurden 45 Jungmusikanten in die Kapelle aufgenommen, von denen Dirigent Koch 9 selbst ausbildete.

Im Jahr 2001 übernahm Stefan Mangold, der bis dahin als 1. Flügelhornist bei der Kapelle tätig war, den Dirigentenstab. Nach über 23-jähriger Vorstandstätigket hat Ludwig Schugg jun. sein Amt als 1. Vorsitzender im Jahr 2007 abgelegt. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Oliver Nussbaumer, Flügelhornist bei der Musikkapelle Kimratshofen.


Im Januar 2010 übernahm Hubert Schädler, Posaunist, das Amt des 1. Vorsitzenden der Musikkapelle Kimratshofen.
Die Musikkapelle Kimratshofen wird weiterhin bestrebt sein, das ihr überlieferte Kulturgut für ihre Mitbürger zu pflegen und zu erhalten.

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 2011

Im November 2015 übernahm Hermann Heinle das Dirigentenamt von Stefan Mangold. Stefan Mangold war 15 Jahre lang 1. Dirigent der Kapelle.

Musikkapelle Kimratshofen im Jahre 2015
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